1. Heißt “täglich verfügbar”, dass ich über das Geld ebenso schnell verfügen kann wie bei einem Girokonto?

Nein. Tagesgeldkonten ermöglichen keine Barabhebungen. “Täglich verfügbar” bedeutet, dass Sie täglich Auszahlungen auf das hinterlegte Auszahlungskonto veranlassen können. Erst nach der üblichen Banklaufzeit von wenigen Tagen können Sie über dieses Geld tatsächlich verfügen.

2. Sind Tagesgeldkonten eine sichere Anlageform?

Ja. Zunächst sind Ihre Einlagen durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Seit dem 01.07.2009 bedeutet dies, dass Einlagen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro zu 100 Prozent geschützt sind. Die noch gelegentlich zu findende Aussage, es bestehe nur ein 90-prozentiger Schutz, ist veraltet. Nahezu alle deutschen Banken sind Mitglied eines Einlagensicherungsfonds, der diesen Schutz noch deutlich erweitert. So garantiert beispielsweise der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken jedem Anleger einen 100-prozentigen Schutz bis zu einer Höhe von 30 Prozent des Eigenkapitals der Bank. Dies bedeutet praktisch für jeden Privatanleger, dass seine Einlage vollständig geschützt ist.

3. Ist die Verzinsung festgeschrieben?

Nur, wenn dies ausdrücklich zugesichert wird. Im Normalfall sind die Zinssätze variabel, aber oft wird insbesondere Neukunden eine befristete Zinsfestschreibung angeboten.

4. Wie oft erfolgt eine Zinsgutschrift?

Das wird von den Kreditinstituten unterschiedlich gehandhabt. Bei einigen Instituten erfolgt die Zinsgutschrift jährlich, bei andern halbjährlich, vierteljährlich oder sogar monatlich. Häufigere Zinsgutschriften bewirken Zinseszins-Effekte, die zu einer höheren Rendite führen.

5. Kann ein Tagesgeldkonto online eröffnet werden?

Fast alle Banken ermöglichen das, bisweilen ist dies sogar der einzige Weg. Allerdings schreibt das deutsche Recht eine zweifelsfreie Feststellung der Identität des Antragstellers vor. Dies geschieht über das Post Ident Verfahren. Hinweis: Einige Banken verlangen lediglich die Übersendung einer Kopie des Personalausweises. In diesen Fällen handelt es sich um ausländische Banken und das Konto wird nicht nach deutschem Recht geführt.